Thermografie

 

Insbesondere im Einsatzgebiet einer Energieberatung führen die wärmebildlichen Darstellungen der vorgefundenen Bausubstanz zu gut nachvollziehbaren Erkenntnissen. Neben der Überprüfung der wärmetechnischen Qualität kommt es oft auch zu Zufallsfunden; d. h. es werden Schwachstellen sichtbar, die so vorher nicht erkannt wurden.

 

Einführung

Jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes von -273,15°C (oder 0 Kelvin) sendet Wärmestrahlung aus. Diese für das menschliche Auge unsichtbare Strahlung kann mit Hilfe ausreichend empfindlicher Detektoren mess- und sichtbar gemacht werden.

 

Damit in einer Umgebung mit vielen unterschiedlichen Strahlenquellen (Atmosphäre, Hintergrundstrahlung, Reflexionen) die Messergebnisse nicht verfälscht werden, arbeitet die Kamera zum einen in einem speziell definierten Bereich des elektromagnetischen Spektrums (etwa 8-14 µm). Zum anderen muss bei jeder Messung eine Korrektur der gemessenen Werte vorgenommen werden. Diese Korrektur der Messergebnisse versucht, mögliche Verfälschungen durch Umgebungs- und Hintergrundstrahlung zu eliminieren. Aus diesem Grund ist die Thermografieaufnahme nicht mit dem einfachen Klick einer normalen Fotokamera zu vergleichen.

 

Mit Hilfe der Thermografie kann die Oberflächentemperatur eines Bauteils dokumentiert werden. Durch das bildliche Aufspüren von Temperaturunterschieden innerhalb des Bauteils können Rückschlüsse zur Wärmeverteilung und zum Wärmestrom gezogen werden.

 

Die Interpretation dieser Bilder ermöglicht die Erkennbarkeit von:

  • Wärmebrücken
  • Luftundichtigkeiten
  • Durchfeuchtungsschäden
  • Schimmelgefahren
  • Fehler in der Bauausführung
  • u.v.a.

 

Die Thermografie stellt eine zerstörungsfreie und schnell einsetzbare Untersuchungsmethode dar.